Regelwidrig

Es gibt typische Regeln in der Fotografie, die - einzeln oder in Kombination beachtet - ein Foto in der Regel besser und gefälliger machen können. Dies sind zum Beispiel:

  • Goldener Schnitt: Eine mathematische Proportionierung, die harmonische Bilder entstehen lässt.
  • Drittelregel: Das Fotowird in neun gleich große Felder aufgeteilt und die Hauptelemente werden auf den Linien oder Schnittpunkten platziert.
  • Führende Linien: Wege, Geländemarken, oder auch Lichtverläufe lenken den Blick in das Bild.
  • Rahmung: Man kann Motive durch Türen, Fenster, aber auch Blätterwerk wie mit einem Rahmen umgeben.
  • Perspektive: Ein ungewohnter Blickwinkel kann Tiefe und Dramatik erzeugen.
  • Farbe und Kontrast: Das können zum Beispiel Komplementärfarben sein, aber auch starke Hell-Dunkel-Kontraste.
    Spannend wird es, wenn diese Regeln bewusst bricht. Ein Foto kann dadurch interessanter werden. Im Titelfoto wurde zum Beispiel der Korizont bewusst in die Mitte gelegt und damit gegen die Drittelregel und den goldenen Schnitt verstoßen. Trotzdem wirkt das Foto.
    Das untere Foto verstößt dagegen so ziemlich jede Regel und erhält gerade dadurch seinen Charme.
    Malkreiden Foto © Dominik Liesfeld
    Titelfoto © Karin Gutzmann

Am Ende des Jahres

Wie stellt man das Ende eines Jahres fotografisch dar? Da ist zum einen die veränderte Natur, zum Beispiel Schnee oder Frost, aber die können auch zum Beginn eines Jahres erscheinen. Weihnachtliche Motive sind da naheliegender, aber auch Elemente innerhalb eines Fotos, die man mit Weihnachten oder Sylvester verbindet. Und dann natürlich der Kalender, der das ablaufende Jahr darstellt.
Titelfoto © André Mienert

Morgendlicher Blick aus dem Fenster

Fotografie als Hobby ist nicht immer einfach. Häufig fehlt die Zeit, manchmal auch die Motivation, die Kamera ist nicht bereit, und das Wetter passt meist auch nicht.
Warum dann nicht mal gleich nach dem Aufstehen das Fenster öffnen, die frische Luft atmen und ein Foto machen. Vielleicht nicht immer ein Ausstellungsfoto, aber häufig genug eine Überraschung, was Licht, Gestaltung und vermeintlich Vertrautes angeht.
Titelfoto © Andreas Schultz

Ganz schön mutig

Eine Eigenschaft wie "Mut" darzustellen, ist nicht so einfach. Der Übergang zu Leichtsinn oder Gedankenlosigkeit ist da fließend. Sich in einen Tigerkäfig zu trauen, dazu gehört schon Mut und Konzentration, auch wenn dies zum täglichen Beruf gehört. Konzentriert ist auch der Blick des Tigers.
Titelfoto © Karin Gutzmann

Technologie versus Natur

Der Kontrast zwischen Technologie und Natur ist ein dankbares Thema in der Fotografie. Auch wenn bei dem Thema häufig die negative Einwirkung von Technik bzw. Technikeinsatz dargestellt wird, kann das Thema aber auch wie in diesem Bild ästhetisch umgesetzt werden, denn hier ist die Technik ein optisch attraktives Element in der recht tristen Landschaft.
Titelfoto © Olaf Huhn

Negativer Raum

In der Fotografie wird oft die Bedeutung des Motivs betont. Doch ebenso wichtig - wenn nicht sogar wichtiger - kann der Raum sein, der das Motiv umgibt – der sogenannte negative Raum.
Negativer Raum ist der Bereich in einem Foto, der das wesentliche Motiv umgibt und das Hauptmotiv hervorhebt. Er ist nicht einfach nur "leerer" Platz, sondern ein aktives Gestaltungselement, das Tiefe, Fokus und eine klare Botschaft erzeugen kann.
Was macht negativen Raum so wichtig:
- Negativer Raum zieht das Auge des Betrachters auf das Hauptmotiv. Durch das Entfernen von Ablenkungen wird das Motiv zum unangefochtenen Zentrum des Bildes.
- Große Mengen an negativem Raum können Gefühle von Ruhe, Weite, Einsamkeit oder auch Minimalismus hervorrufen. Er kann eine meditative oder nachdenkliche Stimmung erzeugen.
- Er hilft, das Bild übersichtlich zu halten und die Komposition zu vereinfachen, was die Botschaft des Fotos stärkt.
- Negativer Raum schafft ein visuelles Gleichgewicht im Bild. Er kann helfen, das Gewicht des Hauptmotivs auszugleichen.
Titelfoto © Andreas Schultz

Ungerade

Ein fotografisches Thema wie "Ungerade" kann vielfältig interpretiert werden: eine ungerade Zahl von Objekten, schräge Linien, krumme Linien oder Objekte etc. Das Schöne an solch einem Thema ist, dass man die Augen offen hält, die Umgebung neu wahrnimmt und Dinge sieht, denen man vorher keine weitere Beachtung geschenkt hätte.
Titelfoto © Thomas Deharde

Linien in der Natur

Linien in der Natur finden sich überall - wenn man denn danach Ausschau hält. Ob als Jahresringe in Holz, Blattrippen, Maserungen, Farbadern auf Insekten oder eben kleinen Ästen wie in diesem Bild.
Titelfoto © Karin Gutzmann

Architektur, die beeindruckt

Architekturfotografie ist sowohl ein dankbares wie auch anspruchvolles Feld für Fotografen. Insbesondere dann, wenn sie über die reine Dokumentation hinausgehen und die ästhetischen Qualitäten von Architektur hervorheben soll. Idealerweise wird dann die Atmosphäre eines Raumes oder Platzes, die man selber wahrnimmt, vermittelt.
Titelfoto © Olaf Huhn

Am Rand

Die bewusste Einbeziehung von Ränder oder Kanten von Objekten oder Landschaften kann interessante Perspektiven schaffen und das Auge des Betrachters wirkungsvoll lenken.
Titelfoto © Olaf Huhn